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Ueber das Friedmannsche Tuberkulosemittel

F. Friedmann
1921 Deutsche Medizinische Wochenschrift  
Kolle und Schiofiberger bestätigen zunächst meine früheren Ausführungen von 19031) und 19142), nämlich, daß man bei warmblutigen Versuchstieren durch sehr hohe Dosen mit den Schildkrotentuberkelbazillen "aus Riesenzellen, Epitheloiden und polynukleären Leukozyten bestehende Tuberkel, die Mengen von Schildkrötentuberkelbazillen enthielten", erzielen kann. Nebenbei erinnere ich daran, daß ich zu meinen Arbeiten mit Schildkrötentuberkelbazillen nicht nur, wie die Herren IKolle, SchIoßberger,
more » ... SchIoßberger, Uhienhuth, Lange, Mäuse, Kaninchen und Meerschweipchen, sondern außer diesen von warmblütigen Spezies noch Ziegen, Schafe, wilde Kaninehen, Schweine, Esel, Pferde, Hunde, Katzen, Kälber, Rinder, Affen, Hühner und Tauben herangezogen habe. Die Feststellung, daß vor' 15 Kolleschen Iiihalationsmiusen zwei nach 42 bzw. 73 Tagen in den Lungen (also gewissermaßen "am Impfherd"). noch "Knötchen mit außerordentlich starkem Bazillengehalt" . aufwiesen und daß Aehnliches bei Inhalationsmeerschweinchen vom 20. bis 30. Tage beobachtet wurde, ist weder neu noch auffallend. Wie ich stets betont habe, haben wir es hier mit temporären histologischen Produkten zl_ tun, die, wenñ solche Tiere nicht an irgendwelchen anderen interkurrenten Krankheiten zugrundege hen, regelmäßig verschwinden" 2). Also, auch daß durch interkurrente Erkrankung die prompte Rückbildung der Knötchen im Körper der Versuchstiere gestört, ja, Wenn die Tiere vorzeitig an der interkurrenten Seuche zugrundegehen, selbstverständlich auch unmöglich gemacht werden kann, hatte ich bereits iängst früher betont. Gerade veil ich in Uebereinstimmung mit Kölliker, Goepel, Schleich, Bock, Kühne u. y. a. auch beim Menschen dieStörung
doi:10.1055/s-0028-1140411 fatcat:3a45bnwa4jda3klgy7s7xwbfsu