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Die Monoaminosäuren der Schalenhaut des Hühnereies

Emil Abderhalden, Erich Ebstein
1906 Hoppe-Seyler´s Zeitschrift für physiologische Chemie  
Die Schalenhaut der Vogeleier wird nach dem allgemeinen Usus zu der Gruppe der Keratine gerechnet und mit diesen zu den Albuminoiden. Für diese Einteilung sind hauptsächlich physikalische Eigenschaften maßgebend gewesen. Keine Gruppe der Proteine ist so heterogen zusammengesetzt, wie gerade die der Albuminoide. Es ist zu hoffen, daß diese zum großen Teil willkürlich gewählte und zusammengesetzte Gruppe bald einer Einteilung weicht, deren Grundlage eine mehr chemische ist und einstweilen die
more » ... einstweilen die Zusammensetzung der verschiedenartigen Vertreter dieser Gruppe berücksichtigt. Die vorliegende Untersuchung soll einen Beitrag nach dieser Richtung liefern. Das Ausgangsmaterial stellten wir aus ca. 25000 Eierschalen vom Huhne wie folgt dar. 1 ) Die Eierschalen wurden mechanisch zerkleinert und hierauf in einem Kessel mit Wasser mehrere Stunden mit einem großen Rührer in beständiger Bewegung gehalten. Hierbei blieben die Schalenhäute zum großen Teil am Rührer hangen, während die harten Schalenstücke sich am Boden des Gefäßes absetzten. Die gesammelten und von anhaftenden Schalenteilen soweit als möglich gereinigten Häute wurden nun mit 5°/oiger Salzsäure längere Zeit stehen gelassen, dann mit 5°/oiger Essigsäure 5 Stunden auf dem Wasserbade gekocht und nun solange mit Wasser ausgewaschen, bis das Filtrat keine saure Reaktion mehr gab. Die Häute wurden dann getrocknet, in einer Handmühle zerkleinert und l ) Vergl. V. Lindwall, Beitrag zur Kenntnis des Keratins. Upsala, Läkarep. förh. 16.
doi:10.1515/bchm2.1906.48.6.530 fatcat:ab355jwphrc2ri4sbcuwioetue