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über die Zersetzung der vulkanischen Fossile und ihre Umwandlung in Porcellanerde

J. Fournet
1834 Journal für Praktische Chemie  
Foss&? und ihre Urnwandlung in Porcellanerde. 351 kaiitige Eindriieke von Krystallen dieser Art habell, die zum Tbeil sclion in Erde verwandelt sind. Solche Exenplsre flnden sich in der interessanten Suite von Mineralien, welche Herr B r o n g n i a r t an verschiedensn Orten g.tzammeit and mir ZUP untersuchung erlaubt hat, was ich um so mehr a' n"!:,h?r erkenne, da er fiich selbst mit einer Arbeit uber diesen Gegeustand beschiitliigt. Wenn wir nun aber auoh dns Material kennen, aus welchem die
more » ... en, aus welchem die Porzellnnerrle sich erzeugt hat, so sind wir doch gana i n Dunkeln iiber die Ursaclie seiner Zerstiirung, deren mlchtige Wirkung im Stnnde war, eine so hark und innig verbundene Substanz, wie der Feldspath ist, eine an Kieselerde so reiche Substanz, in einen uuzusammenhiingeijden , thonartigen Kiirper zu zersetzen. Andererseits hntte m m nicht aufmerksam genug beobachtet, dass iiberhauyt alle andere Kieselgesteine , denen man allgemeiii einen vulknnischen Ursprung zuschi*eibt, eine ahnliche Modification erleiden, nur dass die Produkte, nach Mwsgabe de$ zersetzten Substanz, auch etwas andere BeschaReiiheit zeigen. Die Lijsung einer soicheii Aufgnbe, welclie, wie man siebt, zu interessanten Betrachtungeii uber die Veriinderuogcn, welchen die unorganische eben so gut als die organische Natur iaiterworfeii ist, fiihren muss, schien mir ein erneuertes Studium zu verdienen, ond wenn sie nuch iioch einigermassen die Unbestimmtheh theilt , welcbe alle uiisere Untersuchungen iiber das Verhalten der kleinsteii Theilchen der Kiirper unvermeidlich an sich tragen miissen, so hake ich es doch von grossem Nutzen fur die Mineralogie, eine Erklkungsweise nnzndeuten, tvelche nit dem jetzigen Stnnde unverer chemischen Kenntnisse im Einklange steht, und die gesammten Thatsachen durch eine allgemeine Theorie zu vereinigen. Seit den iiltern Arbeiteii von R d n u m u r , L a n r a g u a i s , d ' A r c e t nnd M s c q u e r tiber das Porcellan und die zuerst YOU G u e t t a r d gemachte Entdeckung der Porcellanerde in Franlireich haben hauptstichlich A l l U a U und V a U q u e I i n iiber diesen Gegenstand geschrieben, und die Entstehung der Porcellanerde einer Verwitterong des Feldspathes und dem Freiwerden des dario enthaltenen Alkalis, welches dm Wasser nach iind nacb auf'nebmen soll, zugeschrieben. " hieselerde im aufgeliisten Zustande mit fortgefuhrt hahe; es " miigten sich aber dieser Annahme manche chemische Erfah-"rungen eiitgegenstellen , welche sie als unxureichend fahren "zu lsssen niithigen wiirden. Und so bliebe tlann nur noch an-"zunehmen iibrig, dass die Zerstiirung der Form des Feldspa-" thes mit und in eineln tief eingreifenden 2ersetzungsi)rocesse "gegeben sei, in welchem dasKali xerlegt und eine der Erden "in die sndere umgeiindert wird. Dafur finden wir aber in der *) Schwcigg. Journ. f. Chem. and Physik 1811. Bd. I. p. 417. Fossile und ihre Umwandiung in Porcellnnerde. 353 " Erfahrung bis jetzt noch keine, wenigstens lieine unmitte'lbrren "Belege und ,wir miissen dsher auP diesem ,Wege noch bei " der Vermuthung stehen bleiben bis wir weitere Aufschlusse "erlsngt haben w-erden." Dann beriihrt er die physischen Ursschen djeser Erscheinung und sagt : " Ohne die Annshme, dass solche Venvitterun-"gen in sebr grossen Zeitriiumen vor sich gehen, bestreiten zu "~voller19 scheint es mir do.ch dass solche im Allgemeinen zu "beschriinl;t sei. Sollte es der Katur den hiirtesten Pe1dsyathu.s. w. "%U zersetaen schwerer sein, als z. B. irgend ein weiches or-"ganisches Gebilde U. s. w., und liUnnte es elso nicht, stiller oder " gemaltsamer, in einem ausgedehnteren oder bescliriinkteren Rau-"me vor sicli gehentle Naturprocesse geben, die in sehr kur-,)xer Zeit Resultate hervorbringen , wie , im hier verhandelten "Falle, die Verwitterung des Feldspathes zu Porcellsnerde? So "\vie man nach DAVY'S Beobachtungen in liurzer Zeit Anzei-" gen von Alliali am negativen Pol der voltaisclieu Siiule erhiilt, "menn man ein ullralihaltiges Fossil in die Kette bringt, oder wie "nach S i DI o n bei manchen Mineralien, an den Stellen rrup wel-" che starke Entladu~igsfunlien schlugen , auch eine alkalische "Realition wnlirgenommen wurde. Es wiire der Muhe , ? werth , durch rnbaltendes Galvanisiren init starken Siiulen die " Aufscliliessung eines Fossils, wie Feldspatli etc. EU bewirken, ,?urn das Resultat lnit der suP anderm nntiirlichen, wie kiinst-"lichen W-ege zu Stnnde gebrachten , vergleicliet1 xu liiianen. , , bemerkenswertli ist hier noch die grosse BIeiige Wassers, " w-elche der Peldspath bei dem Uebergange in Yoroellanerde , biodet. Ueberhaupt wiire es zii wiinschen, dass die verscllie-" denen F d e von Verwitterung und die versctiiedenen ihr un-" terworfenen Mineralien mehr beachtet und unter sic]&, so wie " nach den Produkten der Verwitterung verglichen wiirden. Ich "miichte der Meinung sein , dass diese Verwitterung w-eit we-"niger in der Nutur des Feldspathes, als i n der Art seines " Vorkommnas (oder doch in dieser vorziiglich mit) begrundet .,sei, in so fern niiinlich selbige polnrische Eutzweiuogeu za " vermittelu fiihig ist, die tlann Zersetzung zur Folge haben, "und so v-urde iu dem Bildungsskt selbst schon del Keim zur "ZerstDrung gelegt, der sobald sich regen musste. nls die Cue-.,sereii Bedingungeii ( LYasser 11. s. U-.) hiiiz::tr-aten. Aueh
doi:10.1002/prac.18340020167 fatcat:rvwnlampfvdntm4xxwmjs4hdfm