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Vereinfachte Methode zur Bestimmung der Blutgerinnungszeit

K. Bürker
1912 Pflügers Archiv: European Journal of Physiology  
In diescm Archiv Bd. 102, S. 55. 1904 und noch genauer Bd. 118, S. 452. 1907 hat Verfasser fiber eine einfache Methode zur Bestimmung der Blutgerinnungszeit berichtet. Die Methode hat sich bewi~hrt, sie hat, besonders bei klinischen Untersuchungen, vielfach Verwendung gefunden. In neuerer Zeit hat H. Schloessmann 1) nicht weniger als 700 Einzelbestimmungen damit vorgenommen. Mit fortschreitender Erfahrung haben sich einige Modifikationen, meist Vereinfachungen, ergeben. Da in letzter Zeit
more » ... letzter Zeit 5fters der Wunsch nach genauen Vorschriften laut geworden ist, so sei im folgenden die Methode in der modifizierten Form unter Benutzung der frt'lheren Abbildung des hpparates besch~ieben. Unter B 1 u t g e r i n n u n g s z e i t ist die Zeit zu verstehen, welche yon dem Momente der Entnahme des Blutes his zum Eintritt der Gerinnung verstreicht. Dass diese Zeit auch in naher Beziehung zur Gerinnungsfi~higkeit des Blutes steht, indem bei erhShter Gerinnungsfahigkeit die Zeit verktirzt, bei herabgesetzter verliingert ist, hebt H. Schloessmann (S. 479 seiner Arbeit) besonders hervor. Auf diese Gerinnungszeit hat nun~ wie Verfasser schon friiher gefunden hat, die Temperatur einen sehr grossen, dabei aber ganz bestimmten Einfiuss; Gerinnungsversuche, bei denen die Temperatur nicht genau beri~cksichtigt wird, haben daher wenig Wert. Wtirde man nun, wie es nahe liegt, die Gerinnungszeit bei KSrper-oder wenigstens bei Hauttemperatur bestimmen, so wilrde der Zeitraum, 1) H. Schloess mann, Studien zum Wesen und zur Behandlung der Hamophilie, v. Bruns' Beitr. z. klin. Chir., Bd. 79, S. 480. 1912, und Habilitationsschrift Tiibingen, S. 480. 1912
doi:10.1007/bf01694721 fatcat:eokwmazhhbc7ddcnczux3srjoy